Anzahl Esel in Deutschland

Wieviele Esel gibt es in Deutschland?

Bei der IGEM (Interessengemeinschaft für Esel- und Mulifreunde, esel.org) sind etwa 8000 Tiere eingetragen, was aber nicht ganz sicher ist weil die Mitglieder keine Bestandsänderungen melden. Außerdem melden manche Mitglieder nicht alle ihre Tiere an. Hinzu kommen wohl noch etwa 10.000 bis 20.000 Tiere der Nichtmitglieder.

(Nach einer Mail die ich an die IGEM geschickt habe)

Nun könnte man einfach die Equidenpässe zählen, jedes Tier hat ja einen. Aber die Vergabe ist Ländersache, vermutlich werden die nirgends zentral registriert (?).

 

Anzahl der Esel in den einzelnen Ländern

Anzahl von Eseln weltweit: ca. 44 Millionen Tiere.

Es gibt sehr wenige Zahlen wie viele Esel es in den einzelnen Ländern der Welt gibt und wenn sind sie schon recht alt. Für Deutschland findet man praktisch gar keine Zahlen. Ich hab dann ein Dokument aufgetrieben was von 1996 ist. Deutschland ist darin allerdings nicht mit aufgeführt.

Demnach gab es 1996 862000 Esel in Europa, die meisten davon in Bulgarien (291000), gefolgt von Portugal (150000) und Griechenland  (110000).
In Deutschland gibt es etwa 18.000 bis 28.000 Tiere (siehe Blog – Beitrag ➚darüber).

In Afrika gab es 1996 13,652 Millionen Tiere, hier steht Äthiopien (geschätzte 5 Millionen Tiere) an ersten Stelle. An zweiter Stelle folgt Ägypten (1,69 Millionen Tiere), gefolgt von Nigeria mit einer Million Tiere.

In Lateinamerika und Südamerika waren es 1996 7,766 Millionen Esel. Die meisten hatten Mexiko (3,25 Millionen Tiere), Brasilien (1,37 Millionen Esel) und Kolumbien (720000 Tiere).

In Nordamerika gab es laut Wikipedia 2008 44000 Tiere.

Asien hatte 1996 20,836 Millionen Tiere, also die Hälfte der Weltpopulation (44 Millionen Tiere). Hier sticht China hervor mit10,923 Millionen Eseln gefolgt von Pakistan  (3,901 Millionen Tiere) und Indien (1,6 Millionen Esel)

 

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Was mögen Esel

Mal ganz allgemein gefragt: Was mögen Esel eigentlich?

Natürlich Futter:

  • Heu, Gras, Stroh
  • Leckerlies:
    • Möhren
    • Äpfel
    • Brombeerblätter
  • Crops, Müsli
  • Äste / Rinde zum Knabbern

 

Streicheln (wenn der Esel dazu nicht in Stimmung ist dreht er sich leicht weg)

  • Ohren kraulen, die Innen- und Außenseite. Wenn der Esel das genießt streckt er den Kopf nach vorn und lässt die Unterlippe hängen
  • Verschiedene Stellen am Körper streicheln, die sind abhängig vom Esel, also ausprobieren
    • Brust
    • Schwanzrübe
    • Rumpf
    • Bauch und Beine sind sehr sensible Körperteile, in der Regel mögen das die Esel dort nicht so
  • ggf. Umarmungen

 

Andere Esel

  • zum spielen
  • einfach so um nicht allein zu sein
  • zum gegenseitigen kraulen
  • als zusätzlichen Esel der aufmerksam auf Fressfeinde achtet
  • zum herumtollen

 

Beschäftigung

  • in dem man sie zum traben bringt, eventuell können sie dabei auch noch über ein kleines Hindernis springen (wir treiben die Esel immer mit einem Gymnastikball)
    Wenn sie Spaß dabei haben schwenken sie den Hals und den Kopf hin und her und schlagen mit den Hinterläufen aus
  • Bodenarbeit, je nachdem ob sie Lust dazu haben (um Pylonen gehen, geführt über Hindernisse springen, vielleicht auch auf ein Podest gehen usw)
  • Spazierengehen, je nach Lust und Laune

 

Spielzeug

  • geeigneter Eimer in den sie reinbeißen können (darf nicht splittern, nicht giftig sein)
  • (kleinere) Besen mit denen sie spielen können
  • Stricke (Vorsicht: Verheddern etc) die sie ins Maul nehmen können und die sie hin und her werfen
  • Futterbälle

 

In der Sonne liegen

sich wälzen

Herumtollen auf der Weide

andere Menschen zu denen sie eine Beziehung aufgebaut haben

Natürlich müssen die physiologischen Bedürfnisse befriedigt werden

  • Sicherheit (Unterstand der Sicherheit vermittelt)
  • Unterstand als Schutz vor schlechtem Wetter
  • Esel dürfen nicht allein gehalten werden
  • körperliche Unversehrtheit
  • Futter / Wasser
  • ausreichend großer Unterstand und ausreichend große Weide

 

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Ein Tag bei den Eseln

Ein Zeitraffervideo. Dieses Mal ein ganzer Tag inklusive Nacht, aufgenommen wurde das ganze Gelände. Es wurde alle 1,5 Minuten ein Foto gemacht. Die Aufnahmen stammen vom 21.07.17 und vom 22.07.17. Das Video ist 3:13 lang. Die Nachtaufnahmen beginnen etwa ab Minute 1:30
(Ja, es fehlen einige wenige Bilder, da waren Menschen mit drauf, nämlich die, die die Versorgung machen)

Fellwechsel im Herbst

Zum einen wird der Fellwechsel durch die Kälte ausgelöst, zum anderen durch das abnehmende Tageslicht.

Fell (und Horn) bestehen aus Keratin, einem Eiweiß das nur schwer zu zersetzen ist. Die vermehrte Eiweißproduktion ist eine Höchstleistung für den Stoffwechsel bei dem mehr Energie und Spurenelemente benötigt werden. Man kann das unterstützen in dem man etwas mehr Futter mit erhöhtem Eiweißgehalt, Mineralien und hochwertigen Ölen füttert. Auch Bierhefe (Aminosäuren) und Leinsamen kann man füttern.

Es gibt die verschiedensten Rezepte dafür.
Wir haben für unsere Normalesel immer 5 große Becher Crops, drei große Becher Müsli, einen Esslöffel Mineralfutter, einen Esslöffel Leinöl und einen halben Messbecher (der der in der Dose mit dabei war) Zink* gefüttert.  Manchmal haben wir auch einen Apfel oder eine Möhre mit rein geschnitten. Das ganze lässt man in warmem Wasser (geht schneller) einweichen und verfüttert das dann in einem Eimer. Die Eimer haben wir aber nur jeden zweiten Tag gefüttert. Man sollte beim fressen entweder dabei bleiben oder die Tiere anbinden. Das Tier das zu erst fertig mit seinem Eimer ist will natürlich auch den Eimer des anderen Esels leer futtern. Je nach Durchsetzungskraft des einen oder anderen Tieres gelingt dies mal mehr und mal weniger gut. Es war jedenfalls immer lustig :-).

*es gibt natürlich unterschiedliche Arten von Zinkpulver im Handel, deswegen muss die Dosierung an das jeweilige Pulver angepasst werden (Text auf der Dose / Tierarzt fragen)

 

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Schlafverhalten von Eseln

Ich hab 7 Tage lang von abends 18:00 Uhr bis morgens 6:00 Uhr jeweils alle 5 Minuten ein Foto vom Unterstand machen lassen (Nachts mit IR-Dioden). Es sind so insgesamt 1000 Bilder entstanden die ich dann ausgewertet habe.

Ob man das Verhalten von unseren Eseln verallgemeinern kann weiß ich natürlich nicht.

Unsere Esel gehen kurz nach Sonnenuntergang in den Stall und sind auch früh nach Sonnenaufgang weiterhin drin.

Pro Nacht sind sie zwischen 4,5 und 5 Stunden im Stall, wobei sie da bis zu 3 Stunden am Stück sind. Insgesamt sind sie aber recht unruhig und auch über Nacht oft nur kurz im Stall und oft auf der Weide.

Sie liegen im Stall ausnahmslos zwischen 23:30 Uhr und 4:30 Uhr.

Unsere Esel liegen maximal 1 Stunde und 20 Minuten auf dem Boden,der Durchschnitt beträgt nur 30 Minuten.

Auf keinem der Fotos war allerdings zu sehen dass sie wirklich mal die Augen geschlossen hatten.

Jeder Esel hat immer seine feste Schlafposition, der eine liegt hinten, der andere in der Mitte und der dritte vorn. Es kommt nicht so oft vor aber man kann doch immer mal wieder beobachten dass alle drei Esel gleichzeitig dort liegen. Einer wacht also immer, sie sie scheinen sich dennoch im Stall relativ sicher zu fühlen.

  • Wildkamera

 

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