Schöne Weihnachten

Weshalb der Esel ein Kreuz auf dem Rücken hat

Als der Heiland nach Jerusalem reiten wollte, wandte er sich an das Pferd und fragte dasselbe, ob es ihn auf sich nehmen und nach der Stadt tragen wollte. Das Pferd aber, eben mit Fressen beschäftigt, antwortete ihm, es wolle erst fertig fressen. Zur Strafe dafür muß es seitdem immer fressen, ohne doch jemals satt zu werden, und wird nur müde. Darauf wandte sich der Heiland an den Esel und fragte, ob er ihn tragen wollte. Dieser war auch sogleich dazu bereit und trug ihn nach Jerusalem. Als Zeichen des bereitwilligen Gehorsams hat der Heiland dem Esel das Kreuz auf dem Rücken gegeben, welches immer dunkler gefärbt ist, als der übrige Rücken.

Quelle:
Georg Schambach / Wilhelm Müller: Niedersächsische Sagen und Märchen. Göttingen 1855, S. 320, http://www.zeno.org – Contumax GmbH & Co. KG

Eine andere Legende geht so:

Ein armer Bauer in der Nähe von Jerusalem besaß einen Esel, der viel zu klein war, um überhaupt viel Arbeit leisten zu könnnen.
Der Bauer konnte es sich nicht leisten ein so wertloses Tier zu unterhalten.
Beim Abendessen erklärte er seiner Familie, dass er den Esel töten würde. Seine Kinder, die den kleinen Esel liebten, baten ihn, ihn zu verkaufen, anstatt ihn zu töten.
Der Bauer sagte jedoch: „Es ist falsch, ein Tier zu verkaufen, das keine gute Arbeit leisten kann.“ Dann schlug seine älteste Tochter vor: „Vater, binde den Esel an einen Baum an der Straße in der Stadt, wer will kann den Esel nehmen. Am nächsten Tag band der Esel ihn an einen Baum. Bald näherten sich zwei Männer und fragten, ob sie den Esel haben könnten. „Er kann fast nichts tragen“, warnte der Landwirt. „Jesus von Nazareth braucht ihn“, antwortete einer der Männer. Der Bauer konnte sich nicht vorstellen, was er mit einem so wertlosen Esel wollte, aber er übergab ihn.
Die Männer brachten das Tier zu Jesus, der das Gesicht des Esels streichelte, dann auf den Esel stieg und davonritt. An dem Tag, an dem wir Palmsonntag feiern, führte Jesus seine Anhänger in die Stadt Jerusalem. Er selbst saß auf dem Rücken des kleinen Esels. Der Esel hat seinen Herrn so geliebt, dass er ihm später nach Golgatha folgte. Aus Trauer vor dem Anblick Jesu am Kreuz wandte sich der Esel ab, konnte aber nicht gehen. Damals fiel der Schatten des Kreuzes auf die Schultern und den Rücken des Esels und blieb dort. Alle Esel tragen seit diesem Tag das Kreuzzeichen auf dem Rücken.

Ochs und Esel kommen im Lukasevangelium nicht vor

Beide Tiere gehen auf das alte Testament zurück und sind Allegorien für die besondere Bedeutung des Kindes in der Krippe. Der Ochse ist ein reines Tier, der Esel dagegen ein unreines. Der Ochse steht für das Volk Israel und der Esel steht für die Heiden. Das Judentum erkennt in dem Kind nicht seinen Herren und die Heiden wenden sich dem richtigen Glauben zu.

Allerdings gibt es noch andere Texte aus der biblischen und frühchristlichen Zeit, darunter auch weitere Evangelien. Im Pseudo-Matthäus-Evangelium wird aus der Kindheit von Jesu berichtet und dort werden auch Ochsen und Esel in der Krippe erwähnt.

In Südamerika steht übrigens statt eines Esels ein Alpaka neben der Krippe :-).

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ochs_und_Esel
https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/weihnachten-woher-kommen-ochs-und-esel
https://www.wbg-wissenverbindet.de/blog/stille-zeugen-ochs-und-esel-an-der-krippe#

Esel im Death Valley

Im Death Valley gibt es mehrere tausend Afrikanische Wildesel (im Jahr 2005 ca 3000 Tiere). Sie haben grundsätzlich keine Feinde dort und sind auch nicht von Krankheiten bedroht, so dass ihre Anzahl exponentiell steigt.

Die Tiere wurden im 19. Jahrhundert dort angesiedelt und wurden damals im Bergbau eingesetzt. Als sie dann nicht mehr gebraucht wurden weil die Minen versiegten, wurden sie im Death Valley ausgesetzt.

Mittlerweile werden sie dort allerdings nicht mehr gerne gesehen weil sie die knappen Resourcen verbrauchen und angeblich die einheimische Arten verdrängen.

In den 1930er Jahren wurden die Tiere dann eingefangen und getötet. Auch wenn 1971 ein Gesetz erlassen wurde dass die Jagt auf Mustangs und Esel verbot wurde trotzdem versucht die Population so gering wie möglich zu halten. 2002 wurde dann beschlossen 2500 der Tiere einzufangen und außerhalb in Schutzgebieten und Auffangeinrichtungen unterzubringen.

Die Esel graben bis zu 2m tiefe Löcher um an das Grundwasser zu gelangen. Dieses Verhalten wurde zunächst an verschiedenen Standorten außerhalb des Death Valleys in Arizona studiert. An diesen Löchern wachsen Pappeln und Weiden, außerdem dienen die Löcher als Wasserquellen für Amphibien, Insekten und Säugetiere.

Anders als in Arizona wo die Wasserläufe sich mit der Jahreszeit ändern, kommt das Wasser im Death Valley aus dem Schlickboden der umgebenden Berge, was zu dichter Vegetation rund um die Quellen an den Hängen führt. Die Wildesel nun erschließen dort neue Wege durch die Vegetation , graben Wasserlöcher und halten diese frei von Vegetation was wiederum den einheimischen Arten nutzt. Außerdem sorgen die Esel dafür dass die Wasserquellen offen bleiben. Nur dadurch kann die ursprüngliche Fischpopulation erhalten bleiben. Die Esel machen damit das was früher pleistozäne Säugetiere und später die einheimische Bevölkerung gemacht haben.

Seit 2018 wird das 2002 beschlossene Vorhaben die Tiere aus dem Death Valley zu entfernen umgesetzt. Die Vegetation um die Wasserquellen muss nun wieder von Menschen entfernt werden, etwas was die Esel vorher getan haben. Auch das Argument dass die Esel keine natürlichen Feinde haben ist mittlerweile widerlegt, da es im Death Valley auch Berglöwen (Pumas) gibt. Die Berglöwen werden aber ab einem bestimmten Alter geschossen, zurück bleiben junge, unerfahrene Löwen die sich damit schwer tun die Esel erfolgreich zu jagen. Außerdem halten sich die Esel gerne in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf die Löwen gerne meiden. Es sieht also nur so aus als ob die Esel keine natürlichen Feinde hätten, das Problem ist auch hier wieder einmal menschengemacht.

Dass Esel einen Einfluss auf die wasser- und futterarme Region haben und dass das Ökosystem nur wenig belastbar ist steht außer Frage. Ob die Esel dem Ökosystem mehr schaden oder mehr nutzen, dazu braucht es in den nächsten Jahren weitere Studien. Letztlich gab es im Pleistozän in Nordamerika schon Pferde, Kamele und Nashörner die dann aber ausgestorben sind. Tiere also die sich so verhalten haben wie die Esel im Death Valley heute. Die Pferde und Esel die dann von den Europäern in Nordamerika wieder eingeführt wurden füllen nun diese Lücke aus so ein weiteres Argument.

Quellen:
https://www.nps.gov/deva/learn/news/donkey-rescue-group-to-relocate-burros-from-death-valley.htm
https://undark.org/article/death-valley-burros-fate/

Esel in der kalten Jahreszeit

Wie bereitet man Esel auf die kalte Jahreszeit vor?

Esel bekommen jetzt Winterfell und sind temeraturresistenter als man denkt. Es heißt immer so einige Grad unter -10°C vertragen sie noch gut. Schlimmer ist eigentlich die nasse Kälte.

Der Stall sollte winddicht sein, allerdings sollte man darauf achten dass das Ammoniak vom Urin und der Stickstoff entweichen kann. Der Boden sollte gut mit Stroh oder anderen Materialien ausgelegt sein damit keine Kälte von unten in den Stall kommt. Esel legen sich ja über Nacht auch hin.

Je nachdem wie die Wasserversorgung gestaltet ist muss darauf geachtet werden dass das Wasser nicht zufriert. Praktisch ist das manchmal schwierig aber es sollte zumindest die meiste Zeit nicht gefroren sein. Bei Wasserkübeln kann man ein Brett hineinlegen, die Bewegung des Brettes soll das gefrieren verzögern. Man kann auch zwei Kübel ineinander stellen und dem Zwischenraum mit Styropor füllen. Unsere Esel zerstören dünnere Eisschichten nicht.

Der Energiebedarf ist aufgrund der Kälte im Winter auch leicht höher, man kann also etwas mehr zufüttern. Übrigens wärmt mehr Stroh nicht von innen wenn es gefressen wird sagte mir ein Tierarzt.

Wenn Esel frieren kann man sie natürlich auch eindecken.

Anzeichen für frieren können Zittern, Durchfall, Abnehmen und das enge Anlegen des Schwanzes sein.

Unsere Esel auf YouTube

Ich hab jetzt mal einige weitere Videos auf YouTube unter https://www.youtube.com/playlist?list=PLuTiJndAXX5xU9Gbao6rfcwpfnyfe4nou gestellt. Für Eselbesitzer vielleicht eher langweilig weil sie das natürlich auch alles schon erlebt haben aber vielleicht interessiert es den einen oder anderen.

Das Video auf dem unsere Penny auf Pepsi hüpft wurde schon mal von YouTube gesperrt, trotz Beschwere. Es handelt sich dabei ja nicht um einen Deckakt. Esel machen das oft wenn sie rossig sind.

Käse aus Eselsmilch

Auf einem Bauernhof in Serbien (und nur da) wird Käse, Pult genannt, aus Eselsmilch hergestellt. Auf seinem Hof in Zasavica, etwa 130km westlich von Belgrad, hat Slobodan Simic dort mittlerweile 300 Tiere die drei Mal am Tag gemolken werden.

Eselsmilch ist besonders reich an Eiweiß, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren und ist dadurch besonders gesund (gut für das Herz – Kreislauf – System).
Außerdem hat sie 60 Mal so viel Vitamin C wie Kuhmilch, hat nur 1% Fett. Sie ist für Allergiker geeignet (antiallergen), was sie zu einer Alternative zu Kuhmilch macht. Es wird weiterhin behauptet dass die Milch gegen Asthma und Bronchitis hilft. Früher wurde Eselsmilch auch als Ersatz für Muttermilch genommen weil er dieser sehr ähnlich ist. Aus diesem Grund wurde sie der Kuh- Ziegen-, Stuten- oder Schafsmilch auch vorgezogen. Eine Eselstute lieferte pro Tag die Milch für 2 Kinder. Im Internet kann man frische Eselsmilch aus Italien für 17 EUR / Liter kaufen.

Der Käse selbst ist der teuerste der Welt.
Momentan liegt der Preis bei etwa 1017 EUR pro kg. Der Preis ergibt sich daraus dass man 25 Liter Eselsmilch braucht um einen Liter Käse herstellen zu können. Das Problem ist dass Esel nur wenig Milch liefern, viel weniger als Kühe oder Ziegen. Eselsmilch enthält außerdem nur sehr wenig Kasein um zu gerinnen. Wie Herr Simic es dennoch schafft aus Eselsmilch Käse herzustellen bleibt sein Geheimnis.

Die wenigen Menschen die den Käse, der recht krümelig ist, probiert haben, berichten von einem reichen, nussigen und erdigen Geschmack. Wir haben tatsächlich mal von unserer Pepsi zwei Tropfen Eselsmilch probieren können. Die Milch ist sehr süß und hat nach Honig geschmeckt.

Auch wenn es gelänge den Käse billiger zu produzieren so wird daraus in nächster Zeit wohl kein Massenprodukt werden. Allerdings entsteht wohl in der Nähe von Agrigent die erste größer Produktionsstätte für Eselsmilch. Eine Firma in der Schweiz bezieht ihre Eselsmilch aus einem Hof in der Nähe von Parma.

Ich kann mir leider aus den Texten kein Urteil bilden in wie fern man die Gewinnung von Eselsmilch auch kritisch sehen muss. Die Esel müssen ja immer wieder gedeckt werden. Sicherlich wird nur wenig Milch von den Stuten entnommen aber in wie fern die Gewinnung für die Esel belastend ist ist mir nicht bekannt.

Quellen:
https://www.independent.co.uk/life-style/food-and-drink/donkey-cheese-health-benefits-cost-a7431966.html
https://munchies.vice.com/de/article/z4gaey/eselsmilch-ist-das-lieblingsgetrank-europaischer-babys-und-alter-chinesen
https://de.wikipedia.org/wiki/Eselsmilch

Blitzlicht beim Fotografieren von Eseln

Ich hab heute im Unterstand bei dem schlechten Wetter mal mit Blitz fotografiert. Auch wenn ich schon immer der Meinung war dass das nicht gut sein kann, große Augen, sehr lichtempfindlich – das kann nicht gut für die Augen der Esel sein. So richtig drüber nachgedacht hab ich darüber aber nie. Jetzt hab ich mich mal näher mit dem Thema beschäftigt. Jeder kann das im Internet selbst recherchieren, hier will nur mal eine kurze Zusammenfassung wiedergeben:

Jeder weiß ja von sich selbst wie unangenehm das sein kann wenn man ins Blitzlicht schaut. Aus den oben genannten Gründen kann das also eigentlich nicht gut für die Augen der Esel sein, vielleicht ist es sogar schmerzhaft, so wie bei einigen Menschen auch. Außerdem kann es durchaus sein dass, obwohl die Tiere es nicht zeigen, sich die Tiere unwohl fühlen uns gestresst werden.

Was kann man tun? Die Kameraeinstellungen verändern:

  • Belichtungszeit verlängern und ggf ein Stativ gegen die Unschärfe nehmen
  • den ISO – Wert erhöhen
  • lichtstarke Objektive nehmen

Außerdem gibt das Foto, wie man an dem Bild hier erkennen kann, die Farben etc und die Stimmung nicht original wieder. Fotografisch gesehen ist das Bild einfach schlecht.

Ich hab darüber leider keine Studie o.ä. gefunden, die Meinungen in den Fotografieforen und auf anderen Seiten gehen aber alle in die selbe Richtung: Man sollte den Blitz bei Tieren vermeiden.

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Esel richtig loben

Vorweg: wissenschaftliche Belege hab ich dazu nur zu Pferden gefunden, es gibt aber diverse Quellen (u.a. das unten aufgeführte Buch) und die Methoden des Horsemanship für Esel die die Erkenntnisse auch für Esel bestätigen. Außerdem sind die Unterschiede zwischen Esel und Pferd in dem Bereich nicht so groß.

Es gibt eine Studie („The effects of patting and wither scratching on behaviour and heart rate of domestic horses„). Dort wurden zunächst die Herzfrequenzen beim Loben gemessen. Die Herzfrequenzen brachten aber keine signifikanten Ergebnisse.

Beim Kraulen am Widerrist reagierten die Pferde allerdings mit dem Absenken des Halses und mit bewegen der Oberlippe. Beim Klopfen allerdings reagierten die Pferde mit gesteigertem Ohrenspiel und stärkere Unruhe. Das Kraulen des Widerristes ist wohl die beste Methode um Pferde zu loben und kann das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd verstärken. Der Grund ist dass Pferd ich gegenseitig ebenfalls gerne am Widerist kraulen, dem Klopfen entspricht aber kein natürliches Verhalten der Pferde untereinander.

Weiterhin gibt es eine wissenschaftlichen Trainingsmethode EBEC (Evidence Based Equine Communication) genannt. Es zeigt sich dabei dass Pferde leichtes Berühren in der Nähe des Widerristes akzeptieren, während das Klopfen als unangenehmer oder sogar bedrohlich wahrgenommen wird (das Pferd zeigt dabei Abwehrverhalten). Auch hier ist die Aussage dass Klopfen kein natürliches Verhalten von Pferden ist und das Streicheln des Widerristes der gegenseitigen Fellpflege entspricht.

Übt man mit den Eseln sind auch Pausen eine gute Methode um zu loben. Außerdem sollte man auf seine Stimme achten. Hohe Stimme bedeutet immer Freundlichsein, tiefe Stimme geht eher in Richtung Schimpfen, so wie bei den Menschen untereinander auch. Auch hilft es ganz bewusst zu lächeln. Leckerlies sind zum Loben dabei grundsätzlich abzulehnen. (das sind Methoden aus dem Horsemanship für Esel).

Quellen:
Anahid Klotz: Esel und Mensch
https://www.pferderevue.at/magazin/ausbildung/2015/07/empfinden_pferdeklopfenalslob.html
https://andreakutschakademie.com/wie-lobe-ich-mein-pferd-richtig/
http://www.reinhardt-verlag.de/media_pdf/leseprobe02843.pdf

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Der Esel zu Ostern in der Bibel

Ich selbst bin nicht gläubig, aber für die die es interessiert hier mal die Rolle die der Esel zu Ostern in der Bibel spielt.

Jesus ritt am Palmsonntag auf einen Esel nach Jerusalem. Dort gibt es das Paschafest, ein Fest ganz für Juden. Das ganze ist im Matthäusevangelium beschrieben. Mit dem Palmsonntag beginnt dann die Karwoche (letzte Woche der Fasten- oder Passionszeit und die Trauerwoche vor Ostern). Palmsonntag deswegen weil das Volk in Jerusalem Jesus zujubelte und dabei Palmzweige verstreute.

In der Bibel ist der Esel das wichtigste Reit- und Zugtier das auch in schwierigen Gelände einsetzbar ist. Deswegen war zu der Zeit in der die Bibel handelt, der Esel ein ein Symbol für Vornehmheit und Intelligenz und steht dort nicht für die Armut der Menschen.

In den Katholischen Kirchen wird am Palmsonntag der Anfang des 21. Kapitel im Matthäusevangelium (Mt 21,1-11) vorgetragen. Dort heißt es:

„Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: ´Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: / Siehe, dein König kommt zu dir. / Er ist friedfertig / und er reitet auf einer Eselin / und auf einem Fohlen, / dem Jungen eines Lasttiers.‘ Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.

Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: ´Hosanna dem Sohn Davids! /
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. / Hosanna in der Höhe!‘ Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: ´Wer ist das?‘ Die Leute sagten: ´Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.‘“

Seit etwa dem 7. Jahrhundert, je nach Region, werden Palmprozessionen durchgeführt. Im Mittelalter und im Barock ritten die Dorfpfarrer dabei zunächst auf einen echten Esel den Prozessionsteilnehmern voran. Der Esel wurde aber später durch einen hölzernen Esel auf dem eine Christusfigur saß ersetzt weil der Esel doch nicht so mitlaufen wollte wie er sollte.

Eine kleine Randbemerkung die nicht sooo ernst gemeint ist:
Jesus war ja angeblich 1,87m groß. Damit wog er also so um die 80 kg. Es gibt ja die 20% – Regel, nach der man Esel mit max 20% vom Körpergewicht belasten darf. Der Esel hätte also 400kg schwer sein müssen. Ein normaler 1,30cm Esel wiegt etwa 250kg, 20% davon sind max 50kg. Ein Fall für den Tierschutz also. 🙂

Es gibt dazu auch noch eine Geschichte, die Legende vom Eselkreuz:

Am Karfreitag wurde ja Jesus gekreuzigt. Eine Legende dazu geht so:

Ein armer Bauer in der Nähe von Jerusalem besaß einen Esel, der viel zu klein war, um überhaupt viel Arbeit leisten zu könnnen.
Der Bauer konnte es sich nicht leisten ein so wertloses Tier zu unterhalten.
Beim Abendessen erklärte er seiner Familie, dass er den Esel töten würde. Seine Kinder, die den kleinen Esel liebten, baten ihn, ihn zu verkaufen, anstatt ihn zu töten.
Der Bauer sagte jedoch: „Es ist falsch, ein Tier zu verkaufen, das keine gute Arbeit leisten kann.“ Dann schlug seine älteste Tochter vor: „Vater, binde den Esel an einen Baum an der Straße in der Stadt, wer will kann den Esel nehmen. Am nächsten Tag band der Esel ihn an einen Baum. Bald näherten sich zwei Männer und fragten, ob sie den Esel haben könnten. „Er kann fast nichts tragen“, warnte der Landwirt. „Jesus von Nazareth braucht ihn“, antwortete einer der Männer. Der Bauer konnte sich nicht vorstellen, was er mit einem so wertlosen Esel wollte, aber er übergab ihn.
Die Männer brachten das Tier zu Jesus, der das Gesicht des Esels streichelte, dann auf den Esel stieg und davon ritt. An dem Tag, an dem wir Palmsonntag feiern, führte Jesus seine Anhänger in die Stadt Jerusalem. Er selbst saß auf dem Rücken des kleinen Esels. Der Esel hat seinen Herrn so geliebt, dass er ihm später nach Golgatha (Ort an dem Jesus gekreuzigt wurde) folgte. Aus Trauer vor dem Anblick Jesu am Kreuz wandte sich der Esel ab, konnte aber nicht gehen. Damals fiel der Schatten des Kreuzes auf die Schultern und den Rücken des Esels und blieb dort. Alle Esel tragen seit diesem Tag das Kreuzzeichen auf dem Rücken.

(nach Sue Weaver: The Donkey Companion)

Ich bin ehrlich und sage ich blick grade nicht mehr durch: Sind das jetzt 2 verschiedene Esel? Also der Esel der Jesus nach Jerusalem begleitete und der Esel der ihn zur Kreuzigung begleitete? Die Geschichten ähneln sich ja. Vielleicht kann da jemand von den Lesern mal für Aufklärung sorgen und hier kommentieren. Vielen Dank!!!

Der Esel in der Weihnachtsgeschichte

Quellen:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ostern-gott-und-der-esel.1124.de.html?dram:article_id=28270
https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag
https://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/21/
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/was-wird-an-palmsonntag-gefeiert/
u.a.

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China, Ejiao und der Eselhandel

Die Nachfrage nach Eseln ist in den letzten Jahren weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit stark gestiegen. Man hört über das Problem mit dem Eselhandel kaum etwas, deswegen hab ich die heutige schlaflose Nacht mal dazu genutzt mir einen Überblick zu verschaffen.

Worum geht’s?

Es geht um „Ejiao“ (阿膠). Das ist ein hartes Gel das in Alkohol oder heißem Wasser aufgelöst werden kann um dann in Nahrungsmitteln oder Schönheitsprodukten verwendet zu werden. Für die Herstellung von Ejiao werden Eselfelle benödigt. Die Eselhaut wird dabei ausgekocht und zu Gelatine verarbeitet.
Ejiao wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Es soll ganz allgemein die Gesundheit verbessern, das Altern rückgängig machen, gegen Anämie helfen, das Yin nähren, Menstruationsschmerzen und Schlaflosigkeit behandeln und auch als Aphrodisiakum dienen. In China ist die Nachfrage danach in den letzten Jahren aufgrund des zunehmenden Wohlstandes extrem gestiegen.

Die bekannteste chinesische Firma verkaufte die 240-Gramm-Packung 2017 für rund 150 Euro. Das heißt ein kg Ejiao kostet 625 Euro. Wenn man die unten genannten Zahlen zugrunde legt kann man aus einem Esel, der in Westafrika 2018 150 Euro gekostet hat, 1,25 kg Ejiao „herstellen“, das man dann eben für ca 780 Euro verkaufen kann. Ausgaben von 150 Euro plus Transport, Verarbeitung etc stehen also Einnahmen von 780 Euro gegenüber.

China produziert insgesamt jährlich (2017) rund 5000 Tonnen „Ejiao“, wofür pro Jahr rund vier Millionen Esel sterben müssen. Rund die Hälfte der Tiere kommt aus dem Inland. Die andere Hälfte, 2,2 Millionen, kommen aus Afrika, Südamerika und Teilen Asiens. Die Nachfrage ist dabei deutlich höher als das Angebot. Das heißt der Handel ist nicht nachhaltig und durch Kriminalität geprägt. Überall auf der Welt werden quasi über Nacht Esel gestohlen und enthäutet.

In China eröffnen somit immer mehr Eselfarmen, doch die Tiere werden dort unter schrecklichen Bedingungen gehalten. Die chinesische Regierung hat außerdem die Einfuhrzölle auf Eselhäute aufgrund der starken Nachfrage gesenkt.

Äthiopien hat die weltweit größte Eselpopulation, entsprechend wurden von dort auch sehr viele Tiere nach China exportiert. Zwischen Äthiopien und Kenia existiert dabei ein illegaler Handel mit Eseln. D.h. die Esel werden in Äthiopien gejagt und nach Kenia transportiert. In Kenia werden sie dann zu Schlachthöfen gefahren. Die Schlachtung der Esel ist für die Tiere dabei sehr qualvoll und langwierig. Wobei eine gewisse Bereitschaft der äthiopischen Regierung vorhanden ist den Handel zukünftig zu unterbinden. (Zusammenarbeit von äthiopischen Experten und der Donkey Sanctuary). Kurz zuvor wurde mit Mitgliedern des europäischen Parlamentes über das Thema diskutiert. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent nimmt der Diebstahl und die Tötung von Eseln in dramatischem Ausmaß zu. Einige Nationen haben mittlerweile Verbote oder Beschränkungen für die Schlachtung und Ausfuhr von Eseln erlassen.

Die gestohlenen Esel sind meistens Arbeitstiere, was bedeutet, dass die Besitzer dann keine Tiere für den Transport haben und ihre Produkte nicht auf Märkten anbieten können, kein Wasser holen können oder Kinder nicht zur Schule bringen können. Der Handel mit Fellen bedeutet, dass der Wert von Eseln dramatisch gestiegen ist. Dies macht Diebstahl wahrscheinlicher, macht es aber auch für Besitzer viel schwieriger, einen gestohlenen Esel zu ersetzen. In Ägypten sind die Kosten für den Kauf eines Esels von 17 auf 170 £ gestiegen. Außerdem führt der Handel zu Umweltproblemen. Die Auswirkungen des Verlustes von Eseln können für die Gemeinden verheerend sein. Wilderer steigen außerdem von z.B. dem Handel mit Elfenbein auf den Handel mit Eselhäuten um.

Mittlerweile werden auch in Südamerika, vor allem Brasilien, Esel nach China exportiert. Natürlich wird auch dort gegen Gesetze verstoßen, außerdem müssen die Tiere auch hier sehr leiden. Die chinesischen Händler lassen die Tiere z.B. absichtlich hungern weil der Transport dann billiger ist und der Export dann weniger bürokratisch ist. Ein gesundes Tier bringt den gleichen Gewinn wie ein krankes, schwaches Tier so dass die Händler oft keinen Wert auf das Wohlergehen der Tiere legen. Es wird befürchtet dass einige Eselrassen in Brasilien aussterben werden. Hat Brasilien im Jahr 2016 24.198 Tonnen [wer kommt auf so eine Maßeinheit, hier geht’s um Tiere] Esel nach China exportiert, waren es im Jahr 2018 schon 226.000 Tonnen (inkl Vietnam).

Nur durch das Eingreifen der Donkey Sanctuary wurde 2018 verhindert dass auch aus Pakistan 80.000 Esel nach China geliefert wurden.

Die Donkey Sanctuary hat eBay 2017 erfolgreich dazu aufgefordert, den Verkauf von Ejiao zu stoppen

Außerdem haben die Mitarbeiter von der Donkey Sanctuary in Großbritannien mit geholfen das Problem aufzudecken und engagieren sich seit vielen Jahren gegen den Eselhandel.

Die Informationen sind somit auch vor allem der Seite der Donkey Sanctuary unterhttps://www.thedonkeysanctuary.org.uk/news/ entnommen.

https://www.berliner-zeitung.de/panorama/chinesische-medizin-millionen-esel-muessen-fuer-naturmedizin-sterben-29414094
https://www.dw.com/de/mehr-nachfrage-aus-china-afrika-gehen-die-esel-aus/a-42762641
https://www.taiwannews.com.tw/en/news/3643806?fbclid=IwAR3ta_jz1SRck35dh5ED4EkHJw2Y1ln9gwfboFf9LabRpbL-MLOReOQOwe4
http://www.taz.de/!5474209/

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Unsere Mädels sind rossig

Das läuft dann immer so ab:
(ich find die paar Tage immer toll weil dann richtig Action in der Herde ist und die ne Menge Blödsinn machen)

1. Pepsi uriniert an einen bestimmten Fleck (hab ich jetzt mal nicht fotografiert)

2. Penny schnüffelt und uriniert dann an die selbe Stelle (ebenfalls kein Foto)

3. Pablo schnüffelt sehr lange an der Stelle auf dem Boden und uriniert dann ebenfalls (is auch kein schönes Bild, also auch kein Foto)

4. Pepsi legt oft ihren Kopf auf Pablo

5.

5. Oft streiten sich dann Penny und Pablo

6. Pablo flehmt und flehmt…

7. Anschließend gehts dann rund und Penny hüpft oft auf Pepsi (Bilder sind von einem Jahr davor) Naja, und Pablo guckt halt bissl doof und hat bestimmt gewisse „Gedanken“ 🙂

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